Hessisch Oldendorf
Kleine Klimaforscher stehen vor großen Aufgaben



Hessisch Oldendorf (bj). „Die Experimente sind interessant“, sagt Franziska und Kaan bestätigt: „Da haben wir richtig etwas gelernt.“ Die beiden Schüler der Klasse 4b der Grundschule am Rosenbusch erleben mit ihren Klassenkameraden einen besonderen Schultag. Sie dürfen sich als Forscher fühlen, in weißen Kitteln führen sie Versuche durch, um zu ergründen, wie Wind und Sturm entstehen und sie machen die Wirkung von CO2 sichtbar.

Mit Unterstützung des Klimamobil-Teams gehen alle Schüler der vierten Klassen der Hessisch Oldendorfer Schulen in den nächsten Tagen der Frage nach, warum sich die Erde immer schneller erwärmt und welche Auswirkung das auf das Klima hat. Der Besuch des Klimamobils steht in Zusammenhang mit dem Energiesparforum, das am Sonntag begonnen hat und bis zum kommenden Wochenende laufen wird. Die Organisatoren haben in diesem Jahr erstmals Kinder eingebunden und Sponsoren gefunden, die es möglich machen, dass die Mädchen und Jungen kostenfrei mit Bussen an die Veranstaltungsorte in Fischbeck und in der Kernstadt gebracht werden und dort experimentieren dürfen. „Wir möchten über die Kinder die Eltern erreichen“, sagt Heiko Eggers, der mit seinem Bruder Kai-Uwe das Energiesparforum organisiert. Dass dieser Ansatz erfolgversprechend ist, bestätigt Petra Sommer, die zur Besatzung des Klimamobils gehört. „Kinder sind wichtige Multiplikatoren, die Arbeit mit ihnen ist effektiv und nachhaltig“, sagt sie.

Motiviert und konzentriert beobachten die Mädchen und Jungen bei ihren Versuchen, wie warme Luft in einem Glasbehälter hochsteigt, an den Seiten wieder nach unten sinkt und sich der Vorgang zu einem Kreislauf entwickelt. So wird ihnen vermittelt, dass durch die Erwärmung der Erde die Winde stärker werden, da sich der Kreislauf beschleunigt. „Das ist ja cool“, staunt Joel, als die chemische Reaktion von Essig und Backpulver dazu führt, dass CO2 entsteht, das zwar unsichtbar ist, aber durch die entstehende Wärme sich sichtbar ein Luftballon über einem Flaschenhals aufbläst.

In einem weiteren Arbeitsschritt tragen die Mädchen und Jungen Vorschläge zusammen, wie sie in ihrem Alltag mit ihren Eltern dazu beigetragen können, dass die Erderwärmung nicht immer schneller fortschreitet. „Es muss nicht jeder allein im Auto fahren, wir könnten einen Bus nehmen oder mit mehreren im Auto fahren“, sagt Christopher. Sein Mitschüler schlägt vor, einen Pullover anzuziehen und die Heizung nicht so hoch zu drehen. Die Kinder wollen nun darauf achten, dass der Fernseher und andere elektrische Geräte nicht den ganzen Tag eingeschaltet sind.


Zurück